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Dienstag, 31. Oktober 2017

Mittagsmond

Sonnensamstagshimmel mit Mond.
Neulich im schönen Erfurt
als der Herbst noch ein Sommer war.

Samstag, 28. Oktober 2017

Kino

Maud Lewis & die Kunst des Malens und Sehens

„Das ganze Leben ist in einem Bilderrahmen, 
direkt vor uns.“ (Maud)

„Die Bilder sind schrecklich. Das kann ja mein Fünfjähriger malen.“ –
„Mag sein, aber er tut es nicht. Maud schon.“ (Everett)






Maud Lewis, Deer by the Stream

Wow :)

W  !




(Gefunden bei nezumi iro)

Dienstag, 17. Oktober 2017

Lichtblick



Die Morgensonne zauberte heute dieses Schattenspiel an eine Tür:
ein Mobile mit kleinen Häusern, dem "großen", 
in dem sie hängen, nachempfunden. 
Ich bin im Kleinen Gästehaus Mulang No. 6 
im Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel. 
Ein Kleinod, fein & schlicht,
zum Genießen

Ich mag es,
solche Perlen zu entdecken.
Und ich mag kleine Großstädte. Ein angenehmes
Maß an Urbanität und Anregung gibt es dort, aber keine
Reizüberflutung. Kurze Wege und nahe Natur. Keine Menschen in Massen 

und weniger Lärm als in den „Großen“. Mehr Raum zum Atmen. 
Ach, ein langes Loblied könnt‘ ich singen auf diese Art 
von Städten, derer es so viele gibt in 
diesem schönen Land.


Welt im Fenster
im Falada in der Grimmwelt Kassel



Wasser nicht in einem Wasserkocher 
erhitzen, nicht schnell und praktisch sein, sondern 
langsam, genussvoll, ästhetisch. Einen Kessel habe ich hier im 
Häuschen vorgefunden – und so gern benutzt. Das Pfeifen 
(das eher ein Hupen war) erschreckte mich beim 
ersten Mal, so fremd war mir der Ton. 
Aber dann musste ich schmunzeln 
und mich freuen. Es ist 
Musik für die Ohren.
 
 

Montag, 16. Oktober 2017

Herbstwörter

Komorebi (japanisch): 
das Sonnenlicht, das durch die Blätter von Bäumen schimmert 

Uitwaaien (niederländisch): 
eine Pause machen, um den Kopf freizubekommen; wörtlich "auswehen", 
durch den Wind spazieren

Feuille-morte (französisch): 
die Farbe eines verblassten, welken Blattes

(gefunden im Buch Lost in Translation. 
von Ella Frances Sanders)


Wie schön sie sind, diese Wörter. 
Und wie schön er ist, der Herbst. 
Dieser Tage gibt er sich als Sommer aus.
Es strahlt und blaut vom Himmel herab, 
die Herbstlaubwelt leuchtet und leuchtet und leuchtet, 
und der warmen Luft geht selbst am Abend nicht die Puste aus. 
Ein großes Verwöhnen, ein großes Hach ...

Freitag, 13. Oktober 2017

Herbstnotizen

Die Buchen im Wald sind jetzt mehr und mehr bunt gefärbt, das heißt rotbraun. Es ist kein leuchtendes, buntes Bunt mit Wow-Effekt, sondern ein zurückhaltenderes, schlichteres, irgendwie gediegeneres. Der Wald sieht ganz wunderbar verwandelt aus, wie als hätte er in aller Ruhe nachgezogen, sein Kleid mit Bedacht gewählt, nachdem die Bäume anderswo schon vor Wochen angefangen haben, sich umzuziehen, und wieder andere schon nackt und durchsichtig dastehen, weil sie dem Wind nicht widerstehen konnten. Der Anblick des Buchenwaldkostüms ist heimelig, es erscheint wie die passende dunklere Note zu dem farbenprächtigen Indian Summer, der am gegenüberliegenden Hang seine Show abzieht.

An einer Brücke in der Stadt habe ich zwei kleine Bäume gesehen, mit leuchtend gelben Blättern. Sie sind von der Sorte, wie ich vor Jahren einmal woanders im Vorbeigehen
eins aufgehoben und mitgenommen habe. Zuerst habe ich in einem Sprachkurs (ich glaube, es war Norwegisch, und der Lehrer war sehr jung, etwas verloren und hieß Magnus) die Umrisse des Blattes in meinen Block gezeichnet, und immer, wenn mein Blick später darauf fiel, fand ich diese einfach abgemalte Kontur bezaubernd. Danach nahm ich das Blatt mit nach Hause, wo es lange in einem Windlicht im Sand steckte. (Wahrscheinlich wurde es irgendwann von der brennenden Kerze entzündet und ging kaputt.). Das Blatt sieht der Form und Größe nach einem Ahornblatt ähnlich, aber es hat rundlichere, weniger markante Umrisse. Es gefällt mir sehr, und es heute draußen wiederzusehen, war eine Freude.

Herbst = Abschied ohne Wiederkehr? Das kleine Café, in das ich heute gehen wollte, hat sein "Sommerpause"-Schild von der Tür entfernt, ist aber trotzdem geschlossen. Ein anderer Hinweis fehlt, die Einrichtung ist noch da, und auch die mit Kreide beschriftete Angebotstafel hängt noch neben dem Eingang. Ich befürchte, sie schließen ganz, ich war öfters dort im vergangenen Jahr, und fast nie war es gut besucht. Vor ein paar Monaten dachte ich im Vorbeigehen, sie brauchen eine Markise über dem Eingang und der nach Süden zeigenden Fensterfront; eine Markise wäre ein Blickfang, eine Einladung, und sie würde den Außenbereich gemütlicher machen. Eine Markise, ja, das wär’s, dann kämen bestimmt mehr Gäste! Aber ach, es war nur eine Hoffnung. Und es war sowieso zu spät, um es vorzuschlagen, das Café war schon sommerbedingt geschlossen. (Vermutlich hatte der Inhaber diese Maßnahme außerdem längst selbst in Erwägung gezogen, und womöglich war es nicht erlaubt, die Fassade auf diese Art zu verändern; diese Dinge sind ja oft so kompliziert.) Schade, ich mochte es dort. Die schlichte dunkle Einrichtung, die Thekentische am Fenster mit Blick auf die vorbeigehenden Menschen, auf die Eisenbahnbrücke und auf viel Himmel ... Es gab Macarons, Cappuccino mit sehr viel Milchschaum, und manchmal lief im Hintergrund Jazzmusik.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Freitag, 6. Oktober 2017

Ungewissheit

I can’t be around certainty.“ (Bruce Joel Rubin)

Ich würde sich anbahnende Gewissheiten gern noch einmal zerfließen lassen. Sobald man etwas Bestimmtes zugibt, ist es ein Schmerz.” (Martin Walser)


Wie wohl das tut
wenn immer noch ein Fragezeichen
stehenbleiben darf
muss

Ich mag das
sehr.

Montag, 2. Oktober 2017

Luxus

Luxux
Öuxus
Kuxus


Luxus!


Luxus: von lateinisch luxus‚ ‚Verschwendung‘, ‚Liederlichkeit‘,
eigentlich ‚üppige Fruchtbarkeit‘
(https://de.wikipedia.org/wiki/Luxus)


Auch im Kleinen, Einfachen
Kargen, Banalen, Alltäglichen –
Schönheit pur.
Fülle. Liebe. Leben.
Überall.

🖤

Sonntag, 1. Oktober 2017

Einfach schön

Sonntagnachmittagsmuße. Ich stöbere mal wieder in Simone Cornels Blog, der mich einst so inspiriert und berührt hatte und es immer noch tut. Er gefällt mir sehr. Zart, poetisch, mit Liebe und Selbstbewusstsein, Selbstverständlichkeit. Einfach schön. Leider gibt es seit letztem Herbst nichts Neues mehr zu lesen und zu sehen. Aber das macht nichts, da sind ja so viele Einträge, 533 an der Zahl. Gern schaue ich sie ein zweites, drittes, ... Mal an.

 
„ein Segen liegt im Kreativen

wenn der Mensch sich ausdrückt
mit all dem was er trägt in sich

uns erzählt
von seiner Sicht
sich sichtbar macht
in der Welt
für uns
für sich“
 

„ich mag es sehr, wenn ganz normaler alltag geschieht. 
wenn schönes leben sich leise unter die füsse schiebt.“

www.aus-dem-licht.blogspot.de